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Walter Mehring
*1896 in Berlin, †1981 in Zürich/Schweiz

Biografie
Seine literarischen Anfänge brachten ihn zunächst mit dem Sturm-Kreis um Herwarth Walden und der Berliner Dada-Bewegung in Verbindung; seit den zwanziger Jahren publizierte er regelmäßig in verschiedenen literarischen Zeitschriften. Vor allem in der von Siegfried Jacobsohn herausgegebenen Weltbühne und im Tage-Buch schrieb er in Gedichten und satirischer Prosa gegen Militarismus, übersteigerten Nationalismus, Antisemitismus und Nationalsozialismus an. Er gehörte zu den Gründern des politisch-literarischen Kabaretts in Berlin (Titel seines ersten Gedichtbandes: Das politische Cabaret, 1920) und verfasste in den zwanziger Jahren Chansons und Texte für alle namhaften Berliner Kabarett-Theater: so für Max Reinhardts Schall und Rauch, für Rosa Valettis Café Größenwahn und für Trude Hesterbergs Wilde Bühne. 1921 bis 1928 lebte er in Paris als Korrespondent und erforschte und übersetzte die Revolutionslieder der Pariser Commune. Der in Paris verfasste amüsant-grimmige Polit-Thriller Paris in Brand (1927), der das abenteuerliche Leben der belgischen Mystikerin Antoinette Bourignon im 17. Jahrhundert schildert, war auch eine grandiose Satire auf die zeitgenössische "Große Hure Presse".

Seine Lieder, Gedichte, Chansons und Theaterstücke machten ihn früh berühmt - und verhasst: Sein Theaterstück Der Kaufmann von Berlin (1929), eine Persiflage auf die Inflationsgewinnler, uraufgeführt von Erwin Piscator an der Berliner Volksbühne, provozierte einen Skandal, die SA demonstrierte vor dem Theater; Joseph Goebbels verfasste in Der Angriff einen ganzseitigen Hetzartikel gegen ihn mit der Überschrift An den Galgen. Viele seiner Bücher landeten während der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 auf dem Scheiterhaufen. Mehring entging nur knapp seiner Verhaftung durch die SA, emigrierte, wurde 1939 in Frankreich interniert und konnte 1941 in die USA flüchten. Nach dem Kriege kehrte Mehring nach Europa zurück und lebte bis zu seinem Tode zurückgezogen im Tessin, in München und Zürich. Er wurde auf dem Friedhof Sihlfeld in Zürich beigesetzt.

Quelle: Wikipedia


Konzerte
27. Oktober: »Hafenträume« mit vielen neuen Liedern
Das Programm ist schon einige Jahre alt, doch HaWe Kühl hat es überarbeitet. Viele neue Lieder sind hinzugekommen. Aber sonst: Fernweh und Heimweh – Sehnsucht eben. Ein Thema für Dichter und Komponisten seit Menschengedenken. Und die Seefahrt als Vehikel dieser Emotionen. Karten gibt es im Vorverkauf zum Preis von 12,– Euro unter Telefon 040/523 37 26, per E-Mail spdkultig@yahoo.de und zum Preis von 13,– Euro an der Abendkasse. Ort: SPDpodium, Ochsenzoller Str. 116 in 22848 Norderstedt. Beginn: 20 Uhr.

Konzerte
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