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Otto Reutter

Wie reizend sind die Frauen
Text und Melodie von Otto Reutter
1927

1.
Wie reizend sind die Frauen!
Fast jede mir gefällt.
Sie sind, vom Manne abgeseh'n,
Das Schönste auf der Welt.
Besonders so ein Bräutchen -
Was kann wohl süßer sein!
Doch wenn man sie geheirat' hat,
Da fällt man manchmal
Rein und lieblich ist so'n holdes Weibchen.
Auf dem Schoß hast du dein Turteltäubchen.
Doch das Glück, das große,
Hält ein Jahr allenfalls.
Erst hast sie auf dem Schoße,
Dann hast sie auf dem Hals.

2.
Wie reizend sind die Frauen!
Es ist ne alte Geschicht.
Sie feiern oft Geburtstag,
Doch älter werden sie nicht.
Komm'n nicht ins Mittelalter
So manche, die ich kenn,
läuft heute noch als Backfisch rum
und ist längst Mayo...
Mayonnaise schmeckt oft etwas ranzig
Manche Fraun sind zehn Jahr neunundzwanzig
Sie komm nicht in die Dreißig
davor ham se 'n Graus
und wenn se erst mal drinne sind
dann woll'n se nicht mehr raus

3.
Ich liebte einst ein Mädchen,
doch später schrieb se mir:
"Leb wohl, geht auch mein Körper fort -
die Seele bleibt bei Dir!"
Na ja, dacht ich, bist ja wirklich
eine Seele von 'nem Weib
Jedoch die Seele liebt ich nicht,
ich liebte mehr den
Leider blieb sie fort - ich hab geschrieben:
Schönes Kind, du scheinst mich nicht zu lieben
Du schickst mir Deine Seele, Mensch,
Das hat doch keinen Zweck:
Komm lieber mit dem Körper her
und lass die Seele weg.

4.
Ein Mädchen wurde leidend;
es wurde blass und rot.
Es scheint, Du kriegst die Masern noch
sagt die Mama voll Not.
Wer die als Kind nicht hatte
kriegt später sie geschwind.
Sie ruft den Arzt - der prüft den Fall
und merkt: die kriegt 'n
Kinder, Kinder, was sind das für Sachen
noch so jung - und sowas schon zu machen
Sind's de Masern? fagt die Mutter
der Doktor aber spricht:
Eine Kinderkrankheit isses -
aber die Masern sind es nicht!

5.
Wie reizend sind die Frauen!
Nur sie sind unser Glück.
Sie sind - das weiß ein jedermann -
Des Herrgott's Meisterstück.
Doch eines macht mich stutzig:
Gott schuf für uns die Frau,
Er selbst jedoch nahm keine sich -
Dazu war er zu
Schau' mal an, er hielt die Frau'n sich ferne,
Denn er wusst', die Frauen herrschen gerne.
Hätt' er 'ne Frau genommen,
Da könnt' es ihm passier'n,
Da wär' er nicht der Herrgott mehr -
Da würde sie regier'n.

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