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Otto Reutter

Die billige Annette
Text und Musik: Ralph Benatzky

1.
Frau Annettchen, die so bescheiden,
sprach zum Gatten: »Mein lieber Adolar,
dieses Frühjahr kost’ ich fast nix!
Denn ich lass den alten blauen Fetzen
von der Woprschalek frisch besetzen,

und kein Mensch wird was seh’n!
Ja, das Billigsein muss man verstehn!«

2.
Frau Annettchen, die so bescheiden,
sprach zum Gatten: »Mein lieber Adolar,
dieses Frühjahr kost’ ich fast nix!
Denn ich lass den alten blauen Fetzen
von der Woprschalek frisch besetzen,
und am Halse dann
näht sie ein Rüscherl an

und ich sag’ jedem schnell:
Dieses Kloid ist ein Schwoizer Modell!«

3.
Frau Annettchen, die so bescheiden,
sprach zum Gatten: »Mein lieber Adolar,
dieses Frühjahr kost’ ich fast nix!
Denn ich lass den alten blauen Fetzen
von der Woprschalek frisch besetzen,
und am Halse dann
näht sie ein Rüscherl an
dazu wird’s links gerafft
mit zwei drei Meter Taft.

Ist alles auch schon geschehn,
pass mal auf lieber Schatz, Du wirst seh’n.

4.
Frau Annettchen, die so bescheiden,
sprach zum Gatten: »Mein lieber Adolar,
dieses Frühjahr kost’ ich fast nix!
Denn ich lass den alten blauen Fetzen
von der Woprschalek frisch besetzen,
und am Halse dann näht sie ein Rüscherl an
dazu wird’s links gerafft
mit zwei drei Meter Taft.
Und auf die Taille denn
kommt etwas Valencienne.

Und tut dann noch etwas not,
Na, da färb’n wir das ganze halt rot.

5.
Frau Annettchen, die so bescheiden,
sprach zum Gatten: »Mein lieber Adolar,
dieses Frühjahr kost’ ich fast nix!
Denn ich lass den alten blauen Fetzen
von der Woprschalek frisch besetzen,
und am Halse dann
näht sie ein Rüscherl an,
dazu wird’s links gerafft
mit zwei drei Meter Taft.
Und auf die Taille denn
kommt etwas Valencienne
Und tut es wirklich not,
dann wird das Ganze rot.

Und alle Welt schreit hier: »Ahh!
Sowas Süßes, das war noch nicht da!«

6.
Frau Annettchen, die so bescheiden,
sprach zum Gatten: »Mein lieber Adolar,
dieses Frühjahr kost’ ich fast nix!
Denn ich lass den alten blauen Fetzen
von der Woprschalek frisch besetzen,
und am Halse dann
näht sie ein Rüscherl an,
dazu wird’s links gerafft
mit zwei drei Meter Taft.
Und auf die Taille denn
kommt etwas Valencienne
Und tut es wirklich not,
dann wird das Ganze rot.
Und auf das Dekolleté
kommt etwas Zobelfeh.
Die Taille wird geschickt
mit Silber ausgestickt.
Darüber fällt ganz weit
ein graues Überkleid.
Und statt des Gürtels, Schatz,
kommt nur ein Samtbesatz.
Wo das Strumpfband sitzt,
wird’s bisserl aufgeschlitzt.
Mit rosa Tüll, diskret
ein wenig unternäht
und von der Schulter quer
zieht sich zur Hüfte her
ein Diamantensaum
zart, wie ein Frühlingstraum.
Und wirkt das Kleid zu keck,
so schmeißt man’s einfach weg,

denn sag doch selbst, lieber Mann:
Ja, was ist an dem alten Fetzen schon dran?


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Konzerte
27. Oktober: »Hafenträume« mit vielen neuen Liedern
Das Programm ist schon einige Jahre alt, doch HaWe Kühl hat es überarbeitet. Viele neue Lieder sind hinzugekommen. Aber sonst: Fernweh und Heimweh – Sehnsucht eben. Ein Thema für Dichter und Komponisten seit Menschengedenken. Und die Seefahrt als Vehikel dieser Emotionen. Karten gibt es im Vorverkauf zum Preis von 12,– Euro unter Telefon 040/523 37 26, per E-Mail spdkultig@yahoo.de und zum Preis von 13,– Euro an der Abendkasse. Ort: SPDpodium, Ochsenzoller Str. 116 in 22848 Norderstedt. Beginn: 20 Uhr.


Das Repertoire von HaWe Kühl ist groß - er hat bereits acht abendfüllende Programme im Angebot:

"Ausgemerzt" - jüdische Künstler zwischen den Weltkriegen.
"Mit Gefühl und Wellenschlag" - HaWe Kühl und Rainer Lankau (Piano) präsentieren das Beste aus sechs Programmen.
"Ich bin so scharf auf Erika..." In diesem Programm erwarten Sie Chansons und Songs der wilden Zwanziger und frühen Dreißiger.
"Hafenträume" - in diesem Programm werden Musikliebhabern Chansons von Werner Richard Heymann, Norbert Schultze, Hanns Eisler bis Rammstein kredenzt.
"Sei modern!" - das mittlerweile dritte Programm HaWe Kühls, bei dem Musik und Texte von Otto Reutter im Mittelpunkt stehen.
"...singt eena uff'n Hof..." - das Tucholsky-Programm mit bekannten Vertonungen von Hanns Eisler, Friedrich Hollaender und Rudolph Nelson sowie Neuvertonungen von Bernhard Tuchel. »Tucholsky – ein bisschen frivol...«
"Ick wunder mir über jar nischt mehr..." - das zweite Otto-Reutter-Programm.
"Gräme dich nicht!" - das erste Otto-Reutter-Programm, mit dem alles begann.
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