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Presse
Frech-Frivoles und eine Reise in die Blütezeit des Chansons
(Hamburger Abendblatt / 26.11.2010)

VON HEIKE LINDE-LEMBKE

Wenn die Generalprobe glatt geht, wird die Premiere eine Katastrophe! Sagt ein Künstler-Sprichwort. Demzufolge wird die Premiere von "Ich bin so scharf auf Erika!" heute Abend ein Hit!

NORDERSTEDT. Hans-Werner "HaWe" Kühl bringt sein neues Chanson-Programm heute um 20 Uhr aufs "Podium Schalom" in der Vicelin-Schalom-Kirche am Lütjenmoor 13 in Norderstedt. Die Generalprobe war zum Glück eben nicht ganz störungsfrei verlaufen.

"Können wir das noch mal machen?" fragt Kühl seinen Pianisten Rainer Lankau, nachdem er zwei Zeilen verheddert hatte. Sie konnten. Zwei Jahre hat das Chanson-Duo am Programm "Ich bin so scharf auf Erika... Von ihr und von ihm und vom ganzen Rest..." gearbeitet. Sie haben Couplets und Chansons wieder entdeckt und bekannte aufpoliert, haben recherchiert, wer die Textdichter, wer die Komponisten waren.

"Die Nazis haben viele Texte und Kompositionen von jüdischen Künstlern mit anderen Namen versehen", sagt Kühl. Zu den Entdeckungen gehört zum Beispiel Fritz Löhner-Beda, der die meisten Franz-Lehár-Operetten schrieb und am 4. Dezember 1942 in Auschwitz ermordet wurde. Kühl singt nicht nur und rezitiert Gedichte, er verbindet die humorigen, frechen, frivolen Couplets mit einer Reise in die Blütezeit des Chansons.

Beispielsweise "Kann denn Liebe Sünde sein?", das Zarah Leander in großen Nazi-Shows bis zur Kitschgrenze hauchte. Eric Helgar hat es lange vor der Leander gesungen. Mit frischen Swing. Das gelingt auch Kühl mit viel Charme und gut bei Stimme.

Ohnehin tänzelt "der alte Zausel" (Kühl über Kühl) auf dem Podium, begleitet die gesprochenen und gesungen Texte mit stimmigen Gesten und bedeutungsvoller Mimik, wirft zu zweideutigen Texten eindeutige Blicke ins Publikum und füllt mit seinem "Naturbass" mühelos den Raum, immer bestens von Lankau am Klavier begleitet. Der gilt als der "schweigsamste Pianist Deutschlands", sorgt aber im neuen Programm für eine große Überraschung. Eintritt neun Euro.




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