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Presse
Sonderbare Zeiten und menschliche Schwächen
(Dithmarscher Landeszeitung / 18.05.2002)

Gelungener Chansonabend in der Friedrichskooger Mühle "Vergißmeinnicht"

Friedrichskoog (ate) Einen der "größten Varietesänger des 20. Jahrhunderts" lernten rund 70 Besucher jetzt in der Friedrichskooger Mühle "Vergißmeinnicht" kennen: Förderverein "Kultur in Dithmarschen" (KiK) und Gemeinde hatten zu einem Abend mit Chansons und Couplets von Otto Reutter & Consorten eingeladen. Einem besonderen Abend, wie KiK-Vorsitzender Rainer Klose versprach.
Was Hans-Werner Kuhl (Gesang) und Bernhard Tuchel (Klavier) gut zwei Stunden lang zum Besten gaben, trieb den Zuhörern vielfach die Lachtränen in die Augen.
Und ließ sie zum Schluss aus voller Kehle mitsingen: "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins . . ."
Das stammt zwar nicht aus der Feder von Otto Reutter (1870 bis 1931), sondern von einem der Consorten. Von Reutter dagegen viele Couplets, die sich nicht nur durch unzählige Strophen auszeichnen, sondern auch durch die liebevolle Verspottung menschlicher Eigenheiten und Schwächen. Etwa bei "Der Blusenkauf", der sehr anschaulich das mehr oder weniger geduldige Warten eines Mannes beschreibt, dessen Frau nur "ganz kurz" im Laden verschwindet, um sich ein neues Kleidungsstück auszusuchen. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual - nicht nur zwischen den verschiedenen Farben, sondern auch zwischen den Mustern.
Eines der Lieblingsstücke von HaWe Kühl (55) ist "Alles wegen de Leut". Auch heute noch genauso zeitgemäß wie 1909: die ewige Rücksichtnahme auf das, was an dere denken und sagen. Da muss man sich "über jar nischt mehr wundern" - die Zeiten sind eben gestern wie heute sonderbar.
Otto Reutter allerdings hat sich Zeit seines Lebens gewundert, wusste der Interpret mit der leicht heiseren, tiefen Stimme: über die Menschen, über ihre Taten, eben über die Zeiten. "Darin besteht auch sein Zauber", glaubt Kühl, "er hat die Welt mit den Augen eines staunenden Kindes betrachtet und aus der Sicht eines Erwachsenen kommentiert."
Im zweiten Teil des Chansonsabends kamen dann die "Consorten" zu Wort: Friedrich Hollaender, Willy Engel-Berger und Ralph Arthur Roberts. Das Duo Kühl/Tuchel, das seit zwei Jahren zusammenarbeitet, hat bereits zwei CDs mit seinen beiden Programmen "Gräme Dich nicht!" und "Ick wunder mir über jar nischt mehr" aufgenommen. Im September ist dann Premiere des neuen Programms mit Chansons von Kurt Tucholsky.




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